Archiv: September 2009
Käfigwechsel
Heute habe ich Sophie umgesetzt. Sie war ja in den letzten Tagen in dem kleinen Käfig, den ich eigentlich zum Entglucken nehme. Da war sie auch noch ziemlich apathisch. Inzwischen ist sie schon wieder etwas munterer. Zumindest hat sie heute einiges gefressen. Ich habe sie tagsüber wieder auf den Rasen gesetzt und mit Leckereien verwöhnt. Für die Nacht fand ich den kleinen Käfig dann zu eng. Außerdem bin ich mir nicht sicher, ob sie Nachts ein Rotlicht braucht oder nicht. Sie ist sehr abgemagert und hat vielleicht auch Fieber. Aber Hühner haben ja nicht so ein Kälteempfinden wie wir. Also hat sie nun den 2ten großen Käfig bekommen. Den habe ich zum Glück vor ein paar Wochen geschenkt bekommen. Dort hat sie nun eine Ecke mit Rotlicht und eine ohne. So kann sie selbst wählen, wo es für sie angenehmer ist.
Den kleinen Papageienkäfig brauche ich nun auch mal wieder für Gretel – meine kleine gluckwütige Zwergmaus. Ich mag Gretel sehr – sie ist mein erstes eigene Küken gewesen und mit Anneliese die älteste. Aber leider fängt sie alle Nase lang zu Glucken an – das nervt gewaltig. Irgendwie ist sie dauergluckig – denn auch in den Zwischenphasen rennt sie immer tuckend durch die Gegend. Damit sich die Gluckigkeit schnell wieder legt kommt sie nun konsequent Tag und Nacht in einen Käfig.
Draußen habe ich dafür den anderen großen Kanninchenstall vom Sperrmüll. Der steht immer in der Voliere – hat ein Regenschutz und ist somit allzeit bereit. Für den Stall – also Nachts – habe ich mir ja vor einiger Zeit den Papageienkäfig gekauft. Das ist ziemlich praktisch, weil man den leicht durch die Gegend tragen kann. Er hat zum Entglucken auch eine Stange. Ist zwar etwas eng damit – aber es soll darin ja auch nicht bequem sein.
Sophie frißt endlich!
Heute habe ich ja den ganzen Tag im Garten rum gewurschtelt. Da das Wetter schön ist, dachte ich mir, dass Sophie ein wenig Auslauf und frische Luft gut tun wird. Also habe ich sie nach draußen gesetzt. Und sie hat tatsächlich ein wenig rumgepickt. Ich habe dann eine Mischung aus gehackten Möhren, Zwiebeln, Knoblauf, Bierhefe, Haferflocken, Leinöl, Quark etc. gemacht und ihr davon hin gestellt. Und sie hat endlich gefressen! Ich hoffe, sie schafft es. Gestern waren wir noch einmal beim Tierarzt und sie hat noch eine Aufbauspritze bekommen. So langsam kommen die Lebensgeister zurück… Irgendwann fing es dann leicht an zu regnen – deswegen habe ich den Käfig mit dem Plastikteil abgedeckt.
Gartenzeit…
Seit ewigen Zeiten habe ich eine gusseiserne Badewanne rumstehen, von der ich mich einfach nicht trennen kann. Unter anderem, weil sie wunderschöne Füße hat: Adlerkrallen, die eine Kugel halten. Nun habe ich mich endlich mal auf geraffte und das Monstrum mit Hilfe der Nachbarn in den Garten geschleppt. Jeder, der eine gusseiserne Bratpfanne hat, kann vielleicht erahnen, wie schwer das Teil ist.
Damit ich nicht Unmengen von Erde brauche, habe ich die Wanne erstmal zur Hälfte mit altem Holz gefüllt. Darauf dann Grünkram, der beim Aufräumen des Gartens angefallen ist. Darauf dann die Erde. So ist es eine Art Hochbeet geworden. Darein habe ich dann Kräuter aus dem Garten und 2 Stauden gepflanzt. Von außen werde ich sie entweder streichen oder bemoosen. Kleiner Tipp: das klappt prima, wenn man etwas mit Buttermilch einstreicht – dann bildet sich nach kurzer Zeit eine Moosschicht.
Ich bin grad dabei meinen kompletten Garten um zu gestalten. 2 Jahre lang hatte ich so gar keine Lust auf Gartenarbeit – dementsprechend sieht er nun auch aus. In der Mitte wunderschöner Rasen – Rasenmähen ist eine Arbeit, die ich gern mache – aber der Rand… und dahinter erst… Das Grundstück fällt stark ab. das nervt mich schon lange, weil man mit dem Gefälle nix anfangen kann. also ist es ziemlich verwildert. Das will ich nun ändern.
Morgen kommt ein Galabau-Typ vorbei und schaut sich die Sache an. Ich möchte den Rand mit Pflanzsteinen befestigen lassen und dann alles mit so viel Mutterboden auffüllen, dass eine ebene Fläche entsteht. Geplant ist dann einen Teil Gemüsegarten und ansonsten Rasen und Stauden. Vielleicht noch ein kleiner Teich – mal schauen. Durch diese Auffüllung wird sich das nutzbare Gartenstück erheblich vergrößern.
Da ich zur Zeit voller Tatendrang bin habe ich nun noch ein Gemüsehochbeet gebaut. Ich mag Hochbeete. Man muss sich nicht bücken und der Rand ist klar abgegrenzt – es kann also nix rein oder raus wachsen. Vor dem Haus neben dem Rhododendron (musste echt erst mal googeln, um raus zu finden, wie man das schreibt…) hat sich über die Jahre ein Müllecke ergeben. Dort wachsen immer wie blöd Brennnesseln – und ich konnte mich nie überwinden, die zu eliminieren. Dann flog mal eine Hühnerschale hin, dann ein Stück Holz, ein paar Pflanztöpfe… und so wurde es immer mehr vollgemüllt. Nun hatte ich die Nase voll und habe mich aufgerafft und alles raus gepult und die Brennnesseln platt gemacht.
Dann darauf das Hochbeet gebaut. Da ich meinen Garten ja grad von allen möglichem Unkraut, Büschen und sonstigem befreit hatte, konnte ich eine Menge Grünzeug dort unter bringen. Das verrottet langsam und gibt dem Beet dann neuen Nährstoff. Darauf dann eine Mischung aus Torf, Rindenhumus, Kompost und Gartenerde.
Sophie ist krank
Seit längerem schon ist meine Sophie krank. Erst fing es damit an, dass sie humpelte. Ich habe sofort einen Schreck bekommen. So fing es bei Flocke damals auch an – später ist sie dann gestorben… Sophie humpelte aber nur ganz leicht und wenige Tage – dann ging sie wieder normal. Ich dachte schon, das wär’s. Vielleicht nur vertreten. Aber dann wurde sie doch irgendwie komisch und ich bin mit ihr zum Tierarzt. Sie hat einen Knoten im Unterleib – eine Entzündung wahrscheinlich. Nun bekam sie erst einmal Antibiotika. Das kann man entweder einflößen, übers Trinkwasser verabreichen oder spritzen. Ich habe mit für die Spritze entschieden, da diese Methode am einfachsten und zuverlässigsten ist. Der Arzt hat mir gezeigt, wie ich das Mittel unter die Haut spritzen muss und ich habe dann jeden Tag selbst gespritzt.
Leider wurde es aber nicht besser – im Gegenteil. Sophie magerte immer mehr ab – ist nur noch Haut und Knochen. Ich habe sie dann in einen separaten Käfig unter eine Rotlichlampe gesetzt. Ausserdem hat sie vom Tierarzt gestern nochmal eine Aufbauspritze und eine Kochsalzlösung bekommen. Sie war schon sehr schlapp, mager und apathisch… Heute morgen dachte ich mir: wenn sie heute auch wieder nicht frisst, dann werde ich sie erlösen – so schwer es auch fällt.
Aber heute morgen stand sie dann wieder im Käfig. Sie machte auch einen etwas besseren Eindruck – die Augen nicht mehr so auf Halbmast und der Kamm ist auch schon ein wenig roter. Der war sehr blaß. Sie will also auch noch nicht aufgeben – dann tue ich es auch nicht. Mit viel Überredung, Locken und gut zureden habe ich sie dann sogar zum Fressen bewegen können.
Ich habe sie dann für eine Weile auf den Rasen gesetzt und sie ein wenig rumlaufen lassen, damit der Kreislauf in Gang kommt. Dann kam endlich die Post und damit meine bestellten Mehlwürmer. Sophie hat sofort eine ganze Schale voll bekommen. Davon hat sie dann auch endlich gefressen. Zur Zeit hat sie Wachtelrührei mit Schale, etwas Rinderhack, Katzenfutter, frischen Mais, paar Körner und Mehlwürmer. Zum Trinken Wasser mit viel Vitaminen. Heute Morgen hat sie endlich auch wieder getrunken – gestern wollte sie gar nicht.
Ich hoffe, dass ich sie mit der Powermischung aufgepäppelt bekomme. Sie hackt ziemlich lustlos drin rum – aber sie frißt wenigstens. Ich habe furchtbar Angst um sie und hoffe sehr, sie schafft es!
Max kräht schon
Inzwischen kann mein Max schon richtig krähen. Und das hört sich toll an. Er hat eine sehr tiefe Stimme und sein Krähen klingt sehr melodisch. Ich bin sehr froh darüber. So ist nicht zu befürchten, dass er den Nachbarn auf den Wecker fällt. Außerdem kräht er äußerst selten. Morgens so gegen 9.00 Uhr ein paar mal und dann noch mal ab und an im Laufe des Tages. Wenn es so bleibt, dann bin ich zufrieden.
Und er wird jeden Tag schöner. Im Moment habe ich das Gefühl man kann ihm beim Wachsen zu sehen. Er ist nach wie vor freundlich und zutraulich. Ich hoffe sehr, dass es so bleibt. Ich glaube, wenn er ausgewachsen ist, dann ist er sicherlich ein Prachtstück. Schön nun endlich auch einen Hahn in der Gruppe zu haben. Nach Jahren ohne Hahn ist es doch so viel schöner. Und die Mädels scheinen ihn auch zu mögen
